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Kategorie: Allgemeine News

Ausstellungsankündigung - „Die Deutsche Posaune – ein Leipziger Kind“

Ab dem 4. September 2010 wird im Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig die neue Sonderausstellung „Die Deutsche Posaune – ein Leipziger Kind“ zu sehen sein – eine Kooperation des Museums mit dem Verein für Mitteldeutsche Posaunengeschichte e.V. ...


Der Verein besteht aus Wissenschaftlern, Musikern, Instrumentenmachern und Sammlern und widmet sich der Erforschung der Posaunengeschichte Mitteldeutschlands.
Mit der Ausstellung wird erstmals die bis heute bedeutendste Weiterentwicklung im Posaunenbau in einen größeren historischen Zusammenhang gestellt.

  • … ein Leipziger Kind?
    Die „moderne“ Posaune ist in Form und Klang eine Leipziger Erfindung. Der Instrumentenbauer Christian Friedrich Sattler entwickelte in den 1830er Jahren in Leipzig ein Posaunenmodell, das stark von den zuvor existierenden Instrumenten abwich. Statt der seit der Renaissance beinahe unverändert üblichen engen Röhren und kleinen Schallstückdurchmesser kreierte er – sicherlich dem Bedürfnis der Romantik nach großem und dunklem Klang geschuldet – weit mensurierte Posaunen mit weit ausladendem Schallbecher. Dieses „Leipziger Modell“ wird heute als „Deutsche Posaune“ bezeichnet und findet seit seiner Erfindung besonders in deutschen Orchestern Verwendung. Gleichzeitig war die Sattlersche Entwicklung Vorbild für viele internationale Instrumentenmacher und prägt damit wesentlich die optische und akustische Erscheinung der meisten heutigen Posaunen.
  • Einblick in Privatsammlungen
    Die Ausstellung dokumentiert anhand zahlreicher Exponate und Schautafeln die Entwicklung der „Deutschen Posaune“ und beleuchtet exemplarisch führende Werkstätten aus dem mitteldeutschen Raum. Neben den berühmten „Sattler-Posaunen“ aus dem Bestand des Musikinstrumentenmuseums werden zahlreiche Posaunen aus den  Privatsammlungen der Mitglieder des Vereins zu sehen sein. Ferner werden Biografien von zu ihrer Zeit berühmten Posaunensolisten und -Pädagogen vorgestellt.
  • Luthers Irrtum
    Ein Exkurs klärt zudem über Luthers folgenschweren Übersetzungsfehler auf (waren die biblischen Blasinstrumente wirklich Posaunen?) und zeigt die Folgen anhand mitteldeutscher Kirchenmalereien. Abgerundet wird die Ausstellung durch kuriose Posaunendarstellungen aus 150 Jahren.
  • Umfangreiches Beiprogramm
    Die Ausstellung wird begleitet durch Konzerte auf historischem Instrumentarium sowie „klingende“ Sonderführungen durch die Vereinsmitglieder. In der Eröffnungswoche findet zudem ein Symposium statt.

Weitere Informationen unter  www.vmpg.de

Vielen Dank für die Meldung an Prof. Rolf Handrow, Leipzig.


 
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